DIE RITTNERBAHN
Schmalspurbahn am Ritten in Südtirol

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Geschichte

Mit dem Aufkeimen des Fremdenverkehrs am Ritten im 19. Jahrhundert wurde der Ruf nach einer zeitgemäßen Erschließung des Hochplateau laut. 1906 wurde die Baukonzession für eine elektrische Zahradbahn von Bozen nach Klobenstein erteilt und es wurde noch im selben Jahr mit den Arbeiten begonnen.

Im August 1907 konnte der öffentliche Fahrbetrieb der Rittner Bahn aufgenommen werden. Ausgangspunkt in Bozen war der Waltherplatz. Sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr bildete nun der Höhenunterschied von rund 1000 Metern kein Hindernis mehr. Auf einer Maximalsteigung von 25% mit einer Höchstgeschwindigkeit von 7 km/h beförderte die Bahn Einheimische und Gäste, Güter und Materialien in beide Richtungen. Ein kräftiger, wirtschaftlicher Aufschwung der Ortschaften entlang der Strecke war die Folge.

In den folgenden Jahrzehnten wechselte die Bahn mehrmals Betreibergesellschaft. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg machte sich eine starke Überalterung der Fahrzeuge und der technischen Einrichtungen bemerkbar. Es kam der Vorschlag, die Zahradbahn auf dem Teilstück Bozen - Oberbozen durch eine Seilbahn zu ersetzen. Am 3. Dezember 1964 ereignete sich ein folgenschwerer Unfall: der Zug entgleiste und stürzte ab. Es waren mehrere Todesopfer und Schwerverletzte zu beklagen. Dieser Unfall beschleunigte den Bau der Seilbahn, die am 16. Juli 1966 in Betrieb ging. 1985 wurden grundlegende Generalsanierung der Rittnerbahn durgeführt. Zur Entlastung des Original-Fuhrparks ging eine Straßenbahn aus Stuttgart in Betrieb. Die Rittner Seilbahn, eine der längsten Seilschwebebahnen der Welt, verbindet in einem Intervall von 20 Minuten den Ritten mit der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen.

Am Rittner Hochplateau fährt weiterhin die alte Rittnerbahn und verbindet die Ortschaften Maria Himmelfahrt, Oberbozen, Wolfsgruben, Lichtenstern und Klobenstein miteinander.